Annapurna Circuit Himalaya Nepal Hiking Mountains
Summary

Annapurna Circuit – 20 Tage unter den höchsten Gipfeln der Welt

Kurz und Knapp

213 km (Die Länge hängt von Eurem Start- und Zielpunkt ab und ob ihr Teile des Tracks mit dem Bus oder Jeep fahrt. Ausserdem gibt es viele Sidetrails, die ihr noch einbauen könnt)

11.030 hm / 7.810 hm

822 m/ 5416 m

19 Tage (inklusive einem Ruhetag in Manang)

Die meisten Etappen sind vom technischen Anspruch einfach. Die größte Herausforderung stellt die Höhe dar. Außerdem schwanken die Temperaturen zwischen +25 Grad am Anfang der Tour bis -15 Grad früh morgens am Thorong La (5416m) – hier müsst ihr smart packen und in Layern denken. Die technisch „schwierigste“ Etappe ist der Weg zum Tillicho Basecamp, aber auch dieser Teil des Trails ist für halbwegs geübte Wanderer keine unlösbare Aufgabe – gefährlich sind hier Steinschläge auf einem ca. 2km langen Stück des Weges. Hier wird auch vor „Landslides“ gewarnt

Feste Wanderschuhe, Stöcke, ein warmer Daunenschlafsack (es kann nachts bis -15 Grad werden), gute Sonnenbrille Kategorie 3 – 4, Daunenjacke (!), Mütze und Handschuhe, Sonnenhut oder Basecap, Micropur-Tabletten zur Wasseraufbereitung (bitte kauft Euch nicht vor Ort Wasser in Plastikflaschen!), Sandalen, eine gute Reiseapotheke und Bargeld (es gibt sehr wenige Geldautomaten auf dem Trail – und diese funktionieren dann teilweise nicht)

Es gibt zwei Hauptsaisons zum Annapurna-Trekking. Die erste ist im Herbst zwischen Oktober und November – in dieser Zeit habt ihr den klarsten Blick auf die Berge, aber es ist auch am vollsten auf dem Trail. Die zweite Saison ist von März bis Mai. Zu dieser Zeit ist die Luft etwas trüber, aber der Trail ist nicht ganz so überlaufen, wie im Herbst. Im März kann es noch zu gelegentlichen Wintereinbrüchen kommen, so dass der Thorong La nicht passierbar ist. Nach Mai kommt die Regenzeit und dann sind viele Trails unpassierbar oder nur unter großer Gefahr

Teehäuser, Lodges, Restaurants und kleine Buden an denen ihr Tee und Essen bekommt, findet ihr fast überall. Das längste Teilstück ohne Teahouse oder Restaurant befindet sich zwischen dem Pass Thorong La 5416m) und Chamba Buh (4240m)

Wir haben in zahlreichen Lodges und Guesthouses geschlafen. Die Zimmer sind einfach, aber sauber. Je höher ihr kommt, desto kälter wird es auch in den Zimmern. In den Lodges, in denen ihr schlaft esst ihr auch – dadurch ist die Übernachtung fast kostenlos

Von Bhulbhule nach Ghandruk (das war unsere Runde – ihr könnt diese an vielen Stellen nach Euren Wünschen anpassen)

Wir sind mit dem Tourist-Bus aus Kathmandu (ca. 8 Stunden) nach Bhulbhule gereist. Alternativ gibt es Minibusse und private Jeeps oder ihr fliegt nach Pokhara. Ein Flug macht auf dem Hinweg meiner Meinung nach nicht so viel Sinn, da ihr dann noch mal 3 bis 4 Stunden aus Pokhara zum Start des Trails fahren müsst. Auf dem Rückweg spart ihr deutlich mehr Zeit durch einen Flug ein

Fernwandern

Wenn ihr erstmal in Nepal seid kostet dieses lange Abenteuer gar nicht mehr so viel. Wir haben 650 € für den Guide gezahlt. Dazu noch ca. 700 € auf dem Trail für Verpflegung, Unterkunft und ein paar Bier am Abend. Insgesamt solltet ihr also mit 1000 bis 1200 € für drei Wochen auskommen.

Fuji X-Pro2

Prolog

So eine lange und durchaus anspruchsvolle Reise muss lange im voraus geplant werden und ihr solltet dafür ordentlich trainieren. Das würde auf jeden Fall Sinn machen. Bei mir war es komplett umgekehrt – ich bin sozusagen ins kalte Wasser gesprungen. Von der Idee bis zum Abflug in Berlin sind gerade mal zwei Monate vergangen!

Meine beste Freundin Milena erzählte mir eines Abends, dass sie überlegt während ihres Sabaticals einen Monat nach Nepal zu fahren und dort im Himalaya zu wandern. Da wurde ich hellhörig. Himalaya. Wandern. Abenteuer. All diese Worte begannen in meinem Kopf herumzuschwirren und am Ende unseres Gesprächs hab ich sie gefragt, ob sie das unbedingt alleine machen will? Am nächsten Tag bin ich für 3 Stunden zu Dussmann gegangen, hab mir zahlreiche Wanderführer angeschaut und zwei davon gekauft. Und damit hat sich die Idee immer mehr in meinem Kopf manifestiert.

Zwei Wochen später haben wir unsere Flüge gebucht – ich aus Berlin und Milena von Melbourne nach Kathmandu. Und dann ging die Vorbereitung los – viel Equipment hatte ich schon, aber natürlich bin ich noch nie in einer solchen Höhe gewandert und musste mich erstmal auf etlichen Blogs und in den Wanderführern schlau machen, was wir wirklich dringend benötigen und auf was wir verzichten können.

Am 5. April 2023 haben wir uns dann in Kathmandu getroffen und haben am nächsten Tag unsere Tour in den Himalaya begonnen.

Tourbeschreibung

Die achtstündige anreise aus Kathmandu gehört zu den anstrengendsten Teilen unserer Tour. Der Bus holpert über kaputte Straßen und hält an jeder Ecke an. Und mit jedem Stop wird es auch heißer im Innenraum!
In Bhulbhule angekommen machen wir uns auch gleich auf den Weg zu unserer ersten Mini-Etappe bis Ngadi Bazar. Hier bekommen wir das erste mal das traditionelle Dal Bhat zu essen – wenn ihr Dal Baht bestellt bekommt ihr eine Linsensuppe, eine Portion Reis und mehrere Currys und Dips auf einem Teller zusammengestellt. Und wenn ihr halb aufgegessen habt, wird Euch noch mal Nachschlag von allem angeboten. Die erste Nacht schlafe ich dann mit vollem Bauch wie ein Baby, wache früh morgens auf und weiß überhaupt nicht, wo ich bin…

Die ersten zwei richtigen Wandertage auf dem Trail gehören zu den schönsten. Alles ist neu für uns und wir sind gefühlt die einzigen Wanderer auf dem Annapurna Circuit. Wir wandern mit unserem Guide Ginesh (dazu später mehr!) durch kleine Dörfer, Reisfelder und über spannende Wege fernab der staubigen Jeeppiste. Mehrmals am Tag machen wir in kleinen Teahouses rast und essen zu Mittag meistens Momos (kleine Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen. Wir können sie auch nepalesische Dumplings nennen 😉 ).

Ab dem dritten Tag und je höher wir kommen ist auf dem Annapurna Circuit immer mehr los. Ich habe mich gewundert, wo auf einmal die ganzen Trekker herkommen, die wir vorher nie getroffen haben. Einfache Antwort: Viele Wanderer haben nicht so viel Zeit wie wir (oder wollen möglichst schnell hoch in die Berge) und lassen sich von Jeeps bis nach Chame, Lower Pisang oder sogar Manang fahren. Aus zwei Gründen würde ich Euch davon dringend abraten. Zum einen ist der untere Teil des Trails wunderschön und viel weniger frequentiert und zum anderen braucht ihr die Tage zum Akklimatisieren! Wenn ihr zu schnell aufsteigt (z.B. durch die Fahrt mit dem Jeep) ist die Chance deutlich größer, dass ihr an der Höhenkrankheit erkrankt. Das kann auch schon unterhalb von 3000m passieren.

Nach sieben Tagen erreichen wir Manang – unserer erstes wichtiges Ziel der Wanderung. Manang ist die letzte größere „Stadt“ bevor ihr entweder den Trail in Richtung Thorong La einschlagt oder in Richtung Tillicho Lake wandert. Wir machen hier einen Ruhetag. Und wir lernen Georgie und Robbin kennen, ein Pärchen aus UK mit denen wir ab jetzt die nächsten zwei Wochen immer wieder gemeinsam wandern. Manang hat eine Menge zu bieten – vor allem tolle Bäckereien und die Lodges haben eine größere Auswahl an leckeren Hauptgerichten. Haut Euch also noch mal richtig den Magen voll – ab jetzt wird die Tour deutlich spartanischer 😉

Von Manang aus habt ihr ausserdem die Möglichkeit verschiedene Tagestouren zur Akklimatisierung zu machen. Die zwei beliebtesten Ziele dafür sind der Ice Lake und die Milarepa Cave und Gompa auf 4000m Höhe.

Am achten Tag der Annapurna Umrundung schlagen wir den Weg in Richtung Tillicho Lake ein. Dieser Bergsee ist der Höchste (große See) der Welt (4919m) und wir werden das erste mal die 5000m Marke auf dem Weg dorthin überschreiten. Doch zuvor müssen wir an einem ungefähr zwei Kilometer langen Hang mit Erdrutsch- und Steinschlaggefahr vorbei. Wanderer, die uns entgegengekommen sind haben uns mega Angst gemacht, so dass wir kaum schlafen konnten. Als wir dann an der Passage angekommen sind, war doch alles viel harmloser, als es die anderen geschildert haben! Lasst Euch also nicht verunsichern – ihr packt das!

Der Trail hinauf zum Tillicho Lake am nächsten morgen ist der Endgegner! Knapp 1000 Höhenmeter und das meiste davon auf losem Geröll… Beim Aufstieg geht das ja noch, aber richtig schlimm wurde für uns der Abstieg. In Trippelschritten und mit vollster Konzentration geht es bergab – die Knie fangen an zu schmerzen und bei jedem Schritt haben wir Angst wegzurutschen. Aber die Anstrengung hat sich gelohnt – wir haben den knapp 5000m hohen See erreicht und uns auch bewiesen, dass wir in dieser Höhe „funktionieren“. Das war schon ein tolles Gefühl!

Nachdem wir nun diese erste große Challenge geschafft haben gilt unser ganzer Fokus der Überschreitung des Thorong La – dem wiederum höchsten Bergpass der Welt (5416m). Die nächsten zwei Tage wandern wir über traumhafte Trails bis zum Thorong Base Camp. Und wir haben Glück! Die Wettervorhersage sieht sehr gut aus und wir können am 13. Tag unserer Tour um 3 Uhr morgens den Aufstieg beginnen!

Der Thorong La ist sicherlich das Highlight der Tour und fast aller Wanderer, die den Annapurna Circuit in Angriff nehmen. Für mich war es eine wahnsinnig spannende und herausfordernde Etappe, aber nicht das schönste, was ich auf dieser Tour erlebt habe. Wahrscheinlich liegt es daran, dass auf diesem Teil des Trails mit Abstand die meisten Hiker unterwegs sind. Die Ausblicke frühmorgens auf dem Weg zum Pass und auch das Erreichen des Passes waren schon sehr spektakulär, aber wir waren eben nicht so alleine, wie auf manchen anderen Teilstücken.
Aber vielleicht lag es auch an dem Modus, in dem wir uns befunden haben, als wir die Pass-Etappe gemacht haben: 2 Uhr morgens aufstehen, 2:45 Uhr Frühstück, 3 Uhr Aufbruch. Die ersten zwei Stunden war es noch richtig Finster und ich bin im Autopilot gewandert. Die zweite Pause an einem kleinen Teehaus war wunderschön – die Sonne ging gerade auf und die ganze Umgebung war in ein blau-cremiges Licht getaucht. Nach dieser Pause bin ich einfach nur noch gelaufen, hab Pause gemacht, gelaufen, Pause und so weiter. Erst am Pass habe ich wieder die Umgebung richtig wahrnehmen können. Nach 11,5 Stunden erreichen wir Muktinath. Erschöpft, glücklich und vor allem durstig!

Jetzt befinden wir uns auf der westlichen Seite des Trails und gleichzeitig im Kali-Gandaki-Tal, der tiefsten Schlucht der Welt. In den nächsten drei Tagen steigen wir in diesem Tal bis Tatopani ab. Allerdings schummeln wir auch ein bisschen – einen Tag fahren wir Jeep, am zweiten kurz mit dem Bus und am dritten auch noch mal mit einem Bus (der schlimmsten Busfahrt meines Lebens!). Zwischen Marpha und Kalopani wandern wir 20 Kilometer auf einem wunderschönen Trail auf der gegenüberliegenden Seite der Dirtroad. Dieses Stück des Trails ist so gut wie gar nicht frequentiert – also kann ich Euch diesen Abschnitt sehr ans Herz legen. Mittagspause haben wir in einem sehr kleinen ursprünglichen Dorf gemacht und dort auch den kurzen Platzregen ausgesessen.

Von Tatopani (1230m) führt nun unser Weg wieder stetig bergauf bis zur kleinen Bergstadt Ghorepani (2840m). Wir haben diesen Trail an zwei kurzen Wandertangen gemacht – ihr könnt diese beiden Etappen aber auch zusammenlegen und mit einem Kraftakt das an einem Tag schaffen.
Ghorepani ist sehr busy, weil viele Touristen auf einer kurzen drei bis vier Tagestour hierher kommen. Der Ort ist bekannt, da ihr von hier die Möglichkeit habt zum Poonhill zu wandern. Von diesem Aussichtspunkt habt ihr den tollsten Blick auf die Annapurna Mountain Range. Die meisten Reisenden brechen dafür um 4 Uhr morgens auf, um hier den Sonnenaufgang zu bestaunen. Aber auch der Sonnenuntergang soll sehr beeindruckend sein.
Wir haben etwas Pech – als wir um kurz vor 5 Uhr oben am Poonhill ankommen hängen dichte Wolken vor dem Panorama. Aber hey, wir haben in den letzten 16 Tagen schon so viele beeindruckende Szenerien gesehen, da kommt es jetzt wirklich nicht noch auf dieses Highlight an.

Die letzten zwei Tage unserer Tour wandern wir von Ghorepani bis Ghandruk. Wir übernachten in Tadapani, weil uns ein heftiges Gewitter eingeholt hat. Hier lernen wir ein Dänisches Couple kennen, mit denen wir den Nachmittag über Karten spielen. Am nächsten Morgen sieht das Wetter dann schon wieder viel besser aus und wir haben nur noch 7 Kilometer vor uns. Piece of cake 😉 !

Wir kommen um kurz nach 10 Uhr in Ghandruk an und können es gar nicht fassen, dass die 20 Tage Annapurna Umrundung nun zu Ende sein sollen. Zwei Monate haben wir uns auf diese Tour gefreut, sie vorbereitet und uns mega viele Sorgen gemacht und nun sind wir am Ziel – verrückt!

Ab jetzt machen wir uns den Gönnjamin… wir checken in ein tolles Hotel in Pokhera ein, buchen uns Massagen, gehen lecker Essen, spielen den halben Tag Exploding Kittens mit Georgie und Robin und stürzen uns sogar einmal ins Nachtleben der zweitgrößten Stadt Nepals. Einen besonderen Tipp für Pokhera habe ich aber noch: Besucht den „Movie Garden“, das schönste Freiluftkino, indem ich je war! Die Filme werden auch bei schlechtem Wetter gezeigt, da die Sitzplätze alle überdacht sind. Ihr bekommt hier auch richtig leckere Pizza und sehr gute Drinks.

Resumee

Der Annapurna Circuit ist sicherlich die spannendste Tour, die ich bis jetzt gemacht habe. Nicht, weil die Trails so wahnsinnig anspruchsvoll sind und auch nicht, weil ich mich total verausgaben musste, sondern einfach weil die Kulisse des Himalaya so einzigartig ist. Auch kulturell war die Tour wahnsinnig spannend – man taucht unweigerlich und vom ersten Moment in eine ganz andere Kultur ein. Ihr wandert durch kleine ursprüngliche Dörfer, wo ihr den Menschen fast ins Wohnzimmer schauen könnt. Ihr schlaft in kleinen familiengeführten Lodges oder Homestays und beim Wandern seht ihr links und rechts vom Trail kleine und große Stupas . Nicht zu übersehen sind auch die etlichen Manisteine, Gebetsmühlen und Gebetsfahnen, die euch fast überall begegnen.
Wir haben die Tour in 20 Tagen gemacht, was im Vergleich zu anderen Wanderern der reine Luxus war. Viele planen für die Tour nur 10 – 14 Tage ein und müssen dann viele schöne Etappen auslassen bzw. mit dem Jeep zurücklegen. Je mehr Zeit ihr habt, um so entspannter wird die Tour für Euch sein – ihr habt viel mehr Zeit Euch die Landschaft anzuschauen und spontan noch kleine Extratouren einzubauen. Der größte Vorteil ist aber die perfekte Akklimatisierung durch einen langsamen Aufstieg. Milena und ich hatten (fast) keine Anzeichen von Höhenkrankheit – lediglich zweimal morgens leichte Kopfschmerzen, die aber auch nach kurzer Zeit wieder nachgelassen haben.
Insgesamt, war die Tour nicht die schönste, die ich je gemacht habe, aber die beeindruckendste. Meine Freunde haben mich danach immer wieder gefragt, sag mal in kurz, wie es war. Und meine Antwort war: „Die Alpen sind halt auch richtig geil!“ Damit meine ich, dass es in den Alpen wunderschöne Trails gibt, die ich so in der Art auf dem Annapurna Circuit nicht gesehen habe. Dafür punktet dieser Trail eben mit anderen tollen Dingen.

Highlight der Tour

  1. Die ersten drei Tage auf dem Trail, als alles noch ganz neu war und sehr wenige Wanderer unterwegs waren. Ausserdem lauft ihr durch eine tolle Landschaft und kommt durch super schöne kleine ursprüngliche Dörfer.
  2. Die Tour hinauf zum Tillicho See. Im Frühjahr ist dieser meistens noch komplett eingeschneit (wie bei uns), aber im Herbst muss die Kulisse einzigartig sein. Hier haben wir das erste mal die 5000m überschritten und uns bewiesen, dass wir die Höhe gut meistern können.
  3. Die Überquerung des Thorong La. Morgens um 3 Uhr mit Stirnlampe und bei -13 Grad los zu wandern war schon eine krasse Erfahrung. Auf dieser Etappe konnte man sich schon ein bisschen vorstellen, wie es sich anfühlt in noch höhere Sphären vorzudringen. Diese Etappe hat schon fast Expeditionscharakter.

Fail der Tour

  1. Drei Wochen, bevor unsere Tour losging hat die nepalesische Regierung das Solotrekken verboten. Als ich das gehört habe, hätte ich am liebsten die Tour gecancelt. Wir hatten uns das einfach anders vorgestellt. Am Ende hatten wir für uns beide einen sehr netten Guide, der uns in den richtigen Momenten die Entscheidung abgenommen hat aber auch die nötige Freiheit gab unsere eigene Tour zu planen.
  2. Der Müll am Wegesrand! Es ist so traurig zu sehen, wie viel Müll in dieser Region links und rechts vom Trail liegt. Teilweise nur kleine Schnipsel von einem Müsliriegel, aber an manchen Stellen seht ihr regelrechte Müllhaufen. Wenn ihr in dieser Gegend wandern geht, achtet darauf, so wenig Müll, wie es nur geht zu produzieren und nehmt diesen am besten mit zurück nach Kathmandu oder sogar nach Europa. Milena hat unseren ganzen Plastikmüll in einer Mülltüte gesammelt und ich hab diese dann erst in Berlin entsorgt. Zur Wasseraufbereitung solltet ihr Micropur oder ähnliche Tabletten benutzen, damit ihr nicht vor Ort auf Wasser aus Plastikflaschen angewiesen seid. Das funktioniert richtig gut!
  3. Wir haben alle Nächte super in unseren Unterkünften geschlafen, aber ausgerechnet in der Nacht vor der Passüberquerung haben wir fast kein Auge zugetan. In den Wänden unserer Unterkunft haben Mäuse oder Ratten gewohnt, die in der Nacht durch unser Zimmer gestapft sind. Jedes mal, wenn wir fast eingeschlafen sind, wurden wir wieder durch deren Machenschaften geweckt und haben gehofft, dass sie unsere Rucksäcke nicht anknabbern.

Wandern mit einem Guide

Dieses Thema beschäftigt seit April alle Trekker, die Nepal als Wanderdestination gewählt haben. Auch uns hat das betroffen und wir waren erstmal nicht sonderlich „amused“. Unser Traum war es zu zweit den Annapurna Trail zu meistern, ohne fremde Hilfe.
Seit dem 1. April habt ihr leider nicht mehr die Wahl – ein Guide muss gebucht werden. Egal ob nur für Euch oder in einer größeren Gruppe. Nach dem ersten Schock habe ich angefangen im Internet zu recherchieren und bin sehr schnell auf die Seite von Mount Mania gestoßen. Sie sah vertrauenswürdig aus und hatte auch durchweg gute Bewertungen. 5 Tage lang habe ich mit Binod auf WhatsApp hin und her gechattet, bis wir die Tour nach unseren Vorstellungen geplant hatten. Er hat uns den Guide Ginesh vermittelt und war auch während der Tour unser Ansprechpartner, falls irgendwas schilfgelaufen wäre. Ginesh war sehr sympathisch, hat eine tolle Ruhe ausgestrahlt und konnte uns auch während der Wanderung immer wieder Informationen zu Land, Menschen und Kultur geben.
Sicherlich wäre die Tour auf eigene Faust etwas spannender und abenteuerlicher geworden, aber einen guten Guide an der Seite zu haben hat definitiv auch Vorteile.
Was kostet ein Guide in Nepal? Wir haben für 20 Tage Trekking 650 € gezahlt. Darin waren unsere Permits und der Bus aus Kathmandu und zurück nach Pokhera enthalten.
Diese neue Regelung sollte Euch also nicht abschrecken Eure geplante Tour trotzdem zu machen.

Annapurna Circuit – Teil 01: Der Aufstieg durch das Marshyangdi-Tal

Annapurna Circuit – Teil 02: Lake Tillicho, wir kommen!

Annapurna Circuit – Teil 03: Über den höchsten Pass der Welt ins Kali-Gandaki-Tal!

Annapurna Circuit – Teil 04: Das Finale in Ghandruk!

3 Kommentare zu “Annapurna Circuit – 20 Tage unter den höchsten Gipfeln der Welt

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Diese geile Schneetour haben Sepp und ich Anfang März letzten Jahres gemacht. Klein aber fein. Dafür hatten wir mega Wetter und eine tolle Aussicht auf die Berge rund um Hochfügen.⁣
Die Tour findet ihr auf meinem Blog - Link in Bio!

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Durch den Nebel bin ich mit Robert zur Laufener Hütte im Oktober 2022 gewandert. Trotz oder gerade wegen des Wetters eine spannende Tour. Nur die Gipfel rund um die Hütte waren in so dichten Wolken, dass wir nicht weiter gewandert sind.⁣
Diese und viele andere Touren in Österreich findet ihr auf meinem Blog - Link in Bio!

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Heute mal ein Blick in den Wald. Meistens schauen wir eher in Richtung der umliegenden Gipfel - aber ein Blick in den Wald lohnt sich immer. Vor allem, wenn die tiefstehende Sonne dort ein tolles Lichtspiel gestaltet. Diesen Moment haben wir auf einer kleinen Runde unterhalb des Dachstein Gebirges festgehalten.⁣Auf meinem Blog findet ihr bald unsere Touren rund um den Dachstein und in Slowenien - Link in Bio!

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Unseren Roadtrip in Slowenien haben wir in der Stadt Bled beendet. Highlight ist die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, die ihr mit einem klassischen Ruderboot besichtigen könnt. Wir haben uns das gespart und sind dafür einmal um den gesamten See spaziert. Lohnt sich total. Leider hatten wir unsere Badesachen im Auto gelassen - ihr kommt an einem tollen Strandbad und mehreren Badestellen bei der Umrundung vorbei.⁣
Bald findet ihr unsere Abenteuer in Slowenien auf meinem Blog - Link in Bio!

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Hier seht ihr einen der tapferen Träger, denen ihr auf dem ganzen Trail begegnet. Es ist wirklich wahnsinn, was diese Männer und Frauen, fast auf dem Kopf, über die steilen Trails bewegen. Und trotz der Anstrengung bekommt ihr immer ein nettes Lächeln und ein ernst gemeintes "Namaste" zu gerufen :-)⁣
Milena`s und meine Annapurna Umrundung findet ihr auf meinem Blog - Link in Bio!

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Zu meinem Geburtstag ;-) präsentiere ich Euch dieses tolle Panorama vom Dachsteingebirge. Hier sind wir im August auf unserem Weg nach Slowenien vorbeigekommen und haben zwei Tage Pause gemacht. In der unteren Bildmitte seht ihr unseren schönen Campingplatz. ⁣Mehr über unseren Roadtrip nach Slowenien findet ihr bald auf meinem Blog - Link in Bio!

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Der Triglav Nationalpark ist einer der schönsten Ecken Europas. Sehr unberührt und landschaftlich mehr als spannend. Ihr wandert durck verwunschene Wälder, kommt an trauhaften Bergseen vorbei und erreicht irgendwann die schroffen Gipfel rund um den Triglav. ⁣Wir haben an einem wunderschönen See in einer Berghütte übernachtet und sind am nächsten Morgen dann wieder über eine alternative Route abgestiegen.

Unsere Touren in Slowenien findet ihr bald auf meinem Blog - Link in Bio!

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Am zweiten Tag unserer Forststeig Wanderung wird es immer heisser. Und Trinkwasser ist auf dem Forststeig selten zu bekommen - ihr solltet also unbedingt einen Filter dabei haben, damit ihr nicht irgendwann auf dem trockenen steht. Die Forststeigwanderung ist eine meiner Lieblingstouren im Elbsandsteingebirge. Ich war bis jetzt zwei mal auf dem Trail unterwegs.⁣
Meine Touren auf dem Forststeig findet ihr auf meinem Blog - Link in Bio!

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Aufstieg im Nebel - und dieser hat es für ungefähr eine dreiviertel Stunde in sich. Der Trail zum Gipfel des Gaisbergs ist spannend und steil. Oben wartet dann eine wärmende Suppe und ein großes Pils auf uns. Beides ein guter Ansporn für diesen Schluss-Anstieg.⁣
Diese und viele andere Touren in Österreich findet ihr auf meinem Blog - LInk in Bio!

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Coast Hiking in Südafrika! Auf der Kap-Halbinsel habt ihr verschiedene spannende Trails, die ihr wandern könnt. Wir haben uns für den Shipwreck Trail entschieden. Dieser ist überhaupt nicht überlaufen, da die meisten Touristen rund um den Cape-Point unterwegs sind. Von daher eher ein Geheimtipp. Die Tour dauert knapp vier Stunden - ihr könnt sie aber auch auf zwei Stunden verkürzen und den restlichen Tag in einem der Tidal-Pools verbringen.⁣
Diese und viele andere Touren in Südafrika findet ihr auf meinem Blog - Link in Bio!

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